Teil1: Emotional Eating mit Heike Bauer

August 7, 2018

 

In Zusammenarbeit mit der lieben Heike Bauer entstand ein wunderbares 45 minütiges Video auf meinem Youtubekanal zu dem Thema emotional eating. Dort findet ihr Inspirationen, Lebensgeschichten und weitere Weisheiten über dieses Thema. Schaut es euch aufjedenfall an: denn am Ende des Videos hat die liebe Heike für euch noch ein ganz persönliches Geschenk vorbereitet. Aufgrund des Videos habe ich diesen Artikel verfasst, für alle die gerne viel Lesen! Ich wünsche euch viel Spaß und Freude in eurem Leben, und dass ihr viel für euch persönlich mitnehmen konntet.

 

Emotionales Essen beschreibt die Art mit Stress und ungewollten Gefühlen umzugehen. Studien meinen dass 3 von 4 Menschen davon betroffen sind. In der heutigen Leistungsgesellschaft geht es darum zu funktionieren, dass wir jedoch fühlende und emotionale Wesen sind, vergessen wir leider viel zu oft. Dadurch schaffen wir uns ein Netz von Kompensationen, Unterdrückungen und im Ernstfall von Krankheiten.

 

Der für mich wichtigste Punkt bei diesem Thema ist das „Erkennen“. Bin ich davon betroffen? Ist emotionales Essen meine Art mit schwierigen Situationen umzugehen? Es gibt viele Arten von emotionalen Essern und ich glaube irgendwann und irgendwo war jeder von uns einmal davon betroffen. Bin ich vielleicht ein Belohnungsesser oder ein Frustesser? Ein Sorgenesser? ein Harmonieesser? Ein Einsamkeitsesser? und da gibt es noch eine menge aufzuzählen. Aber der wichtigste Punkt hierbei ist nicht sich zu benennen sondern zu erkennen wo liegt mein Stress? wo bin ich unruhig? wo fühle ich mich unwohl? was bereitet mir sorgen? bin ich glücklich? und fühlen sich die Dinge die ich mache gut an? Partnerschaft, Beruf, Freunde und Familie? bin ich glücklich?

 

Zu erkennen, dass ich im Ungleichgewicht bin, dass mein Umfeld nicht so harmonisch ist wie ich es gerne hätte, ist wichtig um Veränderung zu schaffen. Veränderung selbst glücklich und ausgeglichen zu sein. Dazu muss man sich Fragen stellen, in vielen unterschiedlichen Situationen, immer wieder. Selbstreflektieren und sich dabei auch nicht selbst belügen. Oft meinen wir Dinge „hinunterschlucken“ zu müssen oder zu unterdrücken, weil sie nicht passend erscheinen. Aber jedes Gefühl, dass du empfindest ist wichtig. Es mit Essen hinunterzudrücken ist nicht die Dauerlösung. Es ist auch keine Lösung sich zu belügen und Dinge nicht sehen wollen, denn all diese Probleme verschwinden dadurch nicht. Sie manifestieren sich so anders in unserem Körper. Probleme, Depressionen, auch Krankheiten sind der Ruf der Seele oder des Körpers um dir zu sagen, „Stop, du musst etwas ändern“ 

 

Frage dich immer: fühlt es sich gut an? 

Wenn ja, was fühlt sich gut an, genieße das Gefühl und lebe den Moment. Wenn dem nicht so ist, dann überlege, warum fühlt es sich schlecht an, wieso bist du unzufrieden oder unglücklich? und JA! du darfst unzufrieden sein, auch wenn du vielleicht eine gute Partnerschaft und einen gut bezahlten Beruf hast, du hast immer das Recht unglücklich zu sein, denn es hat einen Grund warum du so fühlst.

 

Natürlich gibt es auch immer Dinge die man machen „muss“ wzb. Müll hinausbringen oder abwaschen. Aber das kennzeichne ich als „neutrale Zone“. Da es weder wunderschön noch unglaublich schrecklich ist. Es gibt jedoch Bereiche wo du immer aufmerksam sein solltest. 

-Beruf

-Partnerschaft

-Freunde/Familie

Diese 3 Bereiche können wunderschön aber auch ihre Schattenseite haben, dir Energie rauben und Ursachen für körperliche oder seelische Probleme sein.

 

Fühlst du dich angesprochen? Hast du vielleicht erkannt, dass dich emotionales Essen auch immer wieder betrifft? und möchtest du das auch ändern?

 

Hier kommen ein paar Soforthilfetipps:

- Atmung (finde zu dir, komme zur Ruhe, schaffe dir durch die Atmung Platz) 

- Erkenne (was ist die Ursache)

- Bewusst machen (Achte darauf wann/wo es vorkommt)

- Reflektiere (Stelle dir Fragen um auf die Ursache zu kommen)

- Nimm dich aus dieser „Stresssituation“ hinaus 

- ersetze die Gewohnheit des emotionalen Essens durch eine positive neue Gewohnheit 

- Lerne dich selbst zu akzeptieren (Liebe dich im hier und jetzt)

 

Gewohnheiten überschreiben:

Richte den Fokus auf das was du willst oder nicht auf das was du loswerden möchtest. Z.B. du befindest dich gerade in einer Stresssituationen und bekommst Hunger/Gelüste - dann kommt die neue Gewohnheit wzb. atmen oder hinsetzen vielleicht auch eine Affirmation o.ä.  dadurch wird die alte Gewohnheit automatisch überschrieben. Wichtig ist sich nicht auf die alte Gewohnheit zu konzentrieren denn diese wird automatisch verschwinden wenn wir den Fokus auf die neue Gewohnheit legen. Immer auf das positive fokussieren. 

 

"Sucht hat mit Suche zu tun" 

 

Liebe und Geborgenheit sind die Grundbedürfnisse in unserem Innersten. Wonach suchen wir im Leben wirklich? Die stärkste Emotion ist die Liebe. Liebe ist  vielmehr als nur Partnerschaft. Was kann man alles Lieben? Wen kann man alles Lieben? Natur, Menschen, Tiere, Orte, ...

Die wenigstens von uns sind Satt von Liebe und Geborgenheit in unserer Kindheit geworden. Das Hauptgefühl was der Mensch will und sucht ist Verbundenheit, wir nennen es Liebe jedoch ist es die Verbundenheit. Dieses Gefühl kann man auch benutzen wenn man Stress empfindet. Einsamkeit kann auch zu stressempfinden führen. Wir sind nicht Alleine! natürlich kann man sich unter millionen Menschen einsam fühlen – wenn man sich nicht verbunden fühlt. Hobbys, Denkweisen, Lebensweisen verbinden. Gefühle entstehen durch Gedanken und du musst dir nur klar darüber sein - wir sind alle verbunden „alle eins“ schaffe dir ein Bewusstsein dafür. 

 

Selbstakzeptanz: 

Schuldgefühle, schlechtes Gewissen, negativer Selbsttalk – lerne dir selbst gegenüber Akzeptanz zu üben. Vielleicht haben wir bestimmte Sätze auch aus der Kindheit mitgenommen, die sich eingeprägt und manifestiert haben die wir auch an uns, anderen und auch an unsere Kindern wiedergeben. Sätze die und jedoch nicht gut tun.

 

„ich liebe und akzeptiere mich so wie ich bin“

 

hast du das schon einmal zu dir ganz laut für dich gesagt? Das ist ein heilsamer Satz. Genau so wie und wo du bist, dein Aussehen, dein Wesen, dein Charakter ist gut so wie du bist! Das ist ganz wichtig. Natürlich darfst du dich ändern wollen. Aber im hier und jetzt ist es wichtig sich selbst zu lieben und zu akzeptieren.

 

„Unsere Gedanken bestimmen unsere Gefühle“ 

 

Zeit für sich nehmen: 

In der heutigen Leistungsgesellschaft wird es immer schwieriger sich aus dem Rad herauszunehmen um sich Zeit für sich zu nehmen. Denn oft haben wir mit Schuldgefühlen, Vorurteilen oder anderen Problemen zu tun. Jedoch ist es so wichtig, seine eigenen Gefühle wichtig zu nehmen, sie zu erkennen, bei sich zu bleiben. Nicht überlegen was die anderen davon denken, weil man sich selbst wichtig ist, oder was sie nun denken oder meinen können. Ich sage immer, du bist eine Säule die ein Gebäude stützt, wenn du deine Kraft verlierst, dann stürzt das ganze Gebäude auch mit dir ein. Also finde im Alltag immer wieder Zeit und Raum zum auftanken. Überlege was dir tut dir gut und mache das. Mache mehr aus Liebe zu dir Selbst, stehe für dich ein, treffe Entscheidungen die dir gut tun und entferne dich von Schuldgefühlen, alten Glaubenssätzen, Erwartungen und Vorstellungen der Gesellschaft. Schaffe Zeit für dich um aufzutanken.

 

„Ein Nein zu anderen ist oftmals ein Ja zu sich selbst“ 

 


Buchtipps: 
Genen Roth, Fühle dich selbst und iss, was du willst.
Brene Brown, Verletzlichkeit macht stark

Ella Kensington, Robin und das Positive Fühlen

 

Eure Lia 

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