Intermittierendes Fasten

May 14, 2018

Fasten ohne zu hungern? Genügend gesundes Essen, ohne Verzicht? Reduktion der Risiken für altersbedingte Krankheiten, Abnehmen und länger Leben? Wie das geht und was man unter intermittierenten Fasten versteht erkläre ich euch in diesem Blogbeitrag.

 

 

Wir leben heutzutage nicht nur in einer Konsumgesellschaft sondern auch in einer Überflussgesellschaft was einfach bedeutet, dass wir zu viel von allem haben. Dazu gehören nicht nur ein voller Kleider - oder Speiseschrank sondern auch Krankheiten und Übergewicht. Verzicht oder Reduktion ist selten ein Thema mit dem man sich heutzutage beschäftigt. Auch wenn der Minimalismus als Lebensart immer mehr an Beliebtheit erlangt. 

 

Wir sind es gewohnt drei oder noch mehrere Mahlzeiten/Snacks zu uns zu nehmen. Selten aus Hunger, öfters aus Gewohnheit, Ritual, Erziehung oder Gusto. Durch diese oft vorgeprägte Lebensweise, haben wir aufgehört auf unseren Körper zu hören und darauf zu achten was er wirklich braucht. Ich selbst bin leider ein „Opfer" von Gusto, Stress(fr)esser oder Energie(fr)esser. Seit kurzem bin ich dabei mich von diesen Altlasten oder auch Gewohnheiten zu entwöhnen. Nicht nur, dass man bei mir diese Fressattacken sofort sieht - Gewichtsmäßig, noch viel schlimmer aber hormonell und emotional. Ich bin launischer und unausgeglichener um nur wenige dieser Eigenschaften aufzuzählen. Unteranderem weil diese Fressattacken oft Hand in Hand mit „blödsinnigen“ Essen/Snacks einhergehen. 

Und weil ich ein Mensch bin, der wenn er was ändern möchte gleich die ganze Welt auf den Kopf stellt und es für mich auch sinnvoll sein muss und vor allem in meinen Alltag passen muss, hab ich jetzt wieder mit etwas Sport begonnen, bereite mir mein Essen am Vortag oder in der Früh für die Arbeit vor und Faste intermittierend.

 

Für intermittierendes Fasten gibt es zwei Möglichkeiten: 

1. Einen Tag pro Woche nichts essen, nur trinken. Manche Menschen legen auch zwei Fastentage pro Woche ein, fasten also zum Beispiel jeden Sonntag und jeden Mittwoch. Andere wiederum essen und fasten im 24-stündigen Wechsel. 

 

2.Das intermittierende Fasten kann aber auch täglich durchgeführt werden, nämlich indem man jeden Tag 12, 16, 18 oder auch 20 Stunden fastet. Das ist mein persönlicher Favorit. Ich schaffe es meistens 10-15 Stunden, je nach Tagesverfassung, und auch wenn die Stundenanzahl jetzt viel klingt, aber im prinzip schläfst du ja die meiste Zeit davon! Wenn du nicht all zu spät Abend isst und dein Frühstück herauszögerst oder sogar, was noch besser ist, darauf verzichtest und nur ungesüßten Tee oder Wasser trinkst. Nun sollte man aber in den übrig gebliebenen Stunden nicht permanent essen, sondern ca. zwei gesunde Mahlzeiten zu sich nehmen, um ausserdem ein Überessen zu vermeiden. Wenn einmal aber ein Snack sein muss, dann empfehle ich dir auf Obst und Gemüse zurück zu greifen! 

 

Gesundheitliche Vorteile:

Allgemein entlastetet man den Organismus und macht ihn widerstandsfähiger.

+ bessere Blutzucker und Insulinwerte

+ senkt zu hohen Bluthochdruck 

+ reguliert den Cholesterinspiegel

+ schützt vor Erkrankungen des Nervensystems 

+ Fettverbrennung

+ Entgiftung/Entschlackung 

+ Entlastung für Körper und Darm

+ Stoffwechsel wird angeregt

 

... in vielen Studien wird auch davon gesprochen, dass intermittierendes Fasten bei folgenden Krankheiten hilfreich ist: bakterielle und virale Infektionskrankheiten, Rheuma, Arthritis, MS, Migräne, Fettleber, saisonale Allergien, Osteoporose, Menopause, Schlafstörungen, ... 

-> Am besten einfach weiter darüber Informieren!

 

Meiner Meinung nach sind die einzigen „Nachteile" dabei, dass man sich etwas Geld spart, den inneren Schweinehund ein bisschen warten lässt, sich selber besser kennen lernt und den Unterschied zwischen Hunger und Gusto unterscheiden lernt. (Ironie) 

 

Ich denke mir, ausprobieren hat noch niemanden geschadet und wie man so schön sagt, bei jeder Umstellung im Leben sind die ersten 16 Tage die schwierigsten, aber wenn du die einmal geschafft hast dann ist das andere ein Kinderspiel - und aufhören kann man immer und jederzeit. 

 

PS. Wer damit abnehmen möchte:

Dann sollten die Mahlzeiten keinen Zucker oder andere isolierten Kohlenhydrate (Weissmehl, weisser Reis...) enthalten. Dann bleiben auch die Blutzucker- und Insulinwerte niedrig und der Körper gewinnt vermehrt Energie aus der Verbrennung von Fetten. Die Gewichtsabnahme dauert beim intermittierenden Fasten zwar etwas länger als beim Heilfasten, verläuft jedoch nachhaltig, gesund und ganz wichtig, ohne Jojoeffekt und man macht nicht so einen intensiven „Leidensprozess“ durch! 

 

Zum Schluss mein persönliches Erfolgsgeheimnis, wie ich es die ersten Tage durchhalte: immer gemeinsam machen. Mit deinem Partner oder einer Freundin. Dadurch könnt ihr euch gegenseitig input geben, was ihr esst, wie es euch geht, raunzen wenn nötig und gemeinsam Leiden! Haha nein, ihr wisst was ich meine - es macht immer mehr spaß wenn man es gemeinsam macht! 

 

Alles Liebe! 

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