Uralt und vergessen - der Beifuß

January 4, 2017

Dieses Kraut ist sogar schon so alt, dass die alten Griechen damit hantierten, es gibt sogar viele alte Schriften darüber, wo und wie man dieses Kraut anwenden konnte. Doch heute kennt es kaum einer mehr... Bei uns ist Beifuss vielen wohl nur als Hauptbestandteil von Absinth und Wermut bekannt. Um ein paar Einblicke in das Alter unseres Beifußes zu geben, hab ich gestöbert und unter anderem ein altes Gedicht und die Anwendungen von berühmten Persönlichkeiten zusammengesucht, welche ich gerne mit euch teilen möchte. (: 

 

Mugwurz – Machtwurz!
Gedenke du, Beifuß, was Du versprachst,
Was du anordnetest in feierlicher Kundgebung!
Una heisst du, älteste Wurze!
Du überwindest Dreie und Dreissige
Du überwindest Eiter und Anfälle
Du überwindest die Leidkraft, die über das Land fährt.

 

  • Dioskurides verwendete Beifuß gegen Darmwürmer. 

  • Hildegard von Bingen empfahl den Beifuß bei sehr fetter Nahrung.

  • Hippokrates erkannte den Beifuß als menstruationsfördernd.

  • Loncierus empfahl ihn zur Geburtserleichterung und nach der Geburt.

  • Tabernaemontanus empfahl den Beifuß als nützliches Kraut zu den „Mutterkrankheiten". 


Der Einjährige Beifuß, aus dem Artemisinin gewonnen wird, wird in Europa, Asien und in einigen afrikanischen Ländern angebaut. Meist findet man dieses „unscheinbare“ Kraut an Wegrändern. Artemisinin ist ein sekundärer Pflanzenstoff. Dieser Pflanzenstoff,  wird heutzutage in China und Afrika gegen Malaria, als Heilkraut eingesetzt. In den westlichen Industriestaaten wurde seit den 70er Jahren ein großer Erfolg gegen Krebsarten entdeckt, aber nicht weiter verbreitet, leider!

 

Wo ist dieser zu finden?

Den Beifuß findet ihr in den Monaten  Juli bis September, dieser wird meist bis zu 2 Meter hoch, und ihr könnt ihn an den abgelegensten Stellen finden. (: 

Die abgeschnitten Pflanze könnt ihr einfach kopfüber aufhängen und kühl trocknen. Nach dem Trocknen entfernt man die Blätter, Blüten und dünnen Stengel vom Hauptstamm und bewahrt sie kühl und trocken auf.

Im Herbst kann man dann auch die gute Wurzel des Beifußes ernten. Man trocknet die kleingeschnittene Wurzel an einem warmen, luftigen Platz (oder im Backofen bei unter 50°C )

 

Wie wirkt der Beifuß?
antibakteriell, appetitanregend, beruhigend, durchblutungsfördernd, gallenreibend, krampflösend, stärkend,

wehenförderndmenstruationsfördernd,verdauungsfördernd, ...

 

Anwenden kann man diesen bei ...

Blähungen, Blasenentzündung, chronische Eierstockentzündung, Durchblutungsstörungen, 

Durchfall (chronisch),in der Frauenheilkunde, Gallenschwäche,Hämorrhoiden,
kalte Füße, kalte Hände, Menstruationsbeschwerden, Muskelkater, müde Beine, 
Nervenanspannung, Periodenschmerzen, Schlafstörungen,Übelkeit,Unruhe,
Verdauungsschwäche,Wechseljahrsbeschwerden, ...

 

  1. Wenn man aus dem Beifuß ein Öl ansetzt kann dieser bei schweren und müden Beinen helfen, auch unterstützend wirkt dieser bei rheumatischen Beschwerden

  2. Als Tee (1 Tasse heißes Wasser mit 1 Tl Beifußblätter übergießen und nur 2-3 Minuten ziehen lassen)

  3. Oder in der Küche als Gewürz: Der Beifuß passt auch sehr gut zu Suppen (Gemüsesuppe, Bohnensuppe oder Kartoffelsuppe). Auch deftige Gerichte mit Fleisch, Fisch, Käse oder Pilzen profitieren vom Beifuß

Da der Beifuß eine stark wirkende Heilpflanze ist, sollte man ihn nicht zu lange regelmäßig trinken.

Schwangere und Kinder bitte nicht einnehmen!

 

Alles Liebe euer Lia´s Ursprungsgedanke! (: 

 

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